Mehr ist mehr? Beim Layering nur bedingt! Der Lagenlook macht unsere Garderobe fit für wechselhafte und tiefe Temperaturen. Vorausgesetzt, wir schichten richtig: Reihenfolge, Materialien und Proportionen entscheiden darüber, ob aus mehreren Kleidungsstücken ein stylischer, wärmender Look oder einfach nur ein Kleiderstapel wird.
In der Modewelt hat sich der Begriff «Layering» längst etabliert und das aus gutem Grund! Layering bedeutet übersetzt nichts anderes als Schichten, womit das Tragen mehrerer Kleidungsstücke übereinander, die zusammen einen Look ergeben, gemeint ist. Dabei kann der Lagenlook mehr als nur warmhalten: Richtig kombiniert, macht er aus einzelnen Basics deines Kleiderschranks ein interessantes Outfit. Und dafür müssen wir nicht gleich unseren halben Kleiderschrank übereinanderziehen.
Schicht für Schicht zum perfekten Layering-Look
Jeder gute Layering-Look beginnt mit einer leichten Basis. Ein körpernahes T-Shirt, ein klassisches Button-down-Hemd oder sogar ein Slipdress bilden die erste Schicht. Darüber darf es als zweite Schicht etwas voluminöser werden: Pullover, Cardigan, Polo-Shirt oder Poncho bringen die nächste Ebene ins Spiel. Die einzelnen Schichten sollten dabei noch sichtbar bleiben, um dem Outfit mehr Tiefe zu verleihen. Den Abschluss bildet ein Mantel oder eine Jacke. Drei bis vier Lagen sind dabei meist völlig ausreichend.

© Moritz Scholz
Für die Wärme hat die Schichtung den Vorteil, dass sich zwischen den einzelnen Lagen die Luft halten kann. Zu eng sollte es deshalb nicht werden.
Das richtige Material macht den Unterschied
Für den Lagenlook lohnt sich zudem ein Blick auf die Stoffe. Feine und atmungsaktive Materialien, wie etwa leichte Baumwolle oder Satin gehören nach innen, schwerere und voluminösere, wie beispielsweise Leder oder Wolle nach außen. Ein dünner Rollkragen funktioniert deshalb unter grobem Strick, ein fließendes Slipdress unter einem Cardigan oder eine leichte Bluse unter einem Wollblazer.
Besonders interessant wird der Look, wenn unterschiedliche Oberflächen aufeinander treffen. Glatte Seide zu kuscheligem Strick, zarte Spitze zu Leder oder Denim zu Wolle. Die Gegensätze bringen Textur ins Outfit und lassen selbst Basics spannender wirken.
Mit Längen und Proportionen spielen
Neben der Materialwahl entscheidet auch die Silhouette darüber, ob ein Layering-Look funktioniert. Beim Layering muss nicht alles auf derselben Länge enden. Wichtig ist dabei nur, dass die einzelnen Lagen nicht alle auf der selben Höhe enden. Ein langer Hemdsaum unter einem kürzerem Pullover, ein Slipdress über einem feinen Rollkragen oder eine kurze Jacke über einem längeren Kleid bringen Bewegung und Dynamik ins Outfit. Je voluminöser eine Schicht, desto ruhiger darf die nächste ausfallen.
Dabei müssen die Sommerteile natürlich nicht bis zum nächsten Jahr im Schrank verschwinden. Das Schöne daran ist, dass gerade diese Teile miteinander geschichtet werden können. Das Top mit Spitzensaum wird mit Rollkragen und Strickjacke herbsttauglich, das T-Shirt darf über einem Langarmshirt getragen werden. So wird Layering nicht zum Grund, mehr einzukaufen, sondern zum Anlass, vorhandene Lieblingsteile neu zu kombinieren.
Quelle: Mode



