Starkes Schlupflid: Schritt-für-Schritt-Anleitung für wachen Wow-Look

Euer Schlupflid hindert euch daran, Augen-Make-up zu benutzen? Wir zeigen euch Schritt-für-Schritt, wie ihr Lidschatten, Kajal + Co. für und nicht gegen euch einsetzt. 

Es gibt verschiedene Arten von Schlupflidern, die jeweils ein bisschen anders geschminkt werden. Deshalb ist es im ersten Schritt wichtig, euren Spiegel auf Augenhöhe vor eurem Gesicht auszurichten, die Muskeln zu entspannen und euch in die Augen zu schauen. Wenn ihr eine wunderschöne Frau erkennt, deren überschüssige Haut in der Mitte und an der Seite über das bewegliche Lid hängt, wie auf diesem Foto abgebildet, dann seid ihr bei dieser Schmink-Anleitung richtig. 

Schlupflid
Bei dieser Art von Schlupflid verdeckt die Haut vor allem den Augenaußenwinkel.
© instagram.com/mariaarteaga.es

Starkes Schlupflid: Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit Lidschatten nicht mehr verschwindet

Natürlich geht es bei diesem Tutorial darum, die Augen zu schminken – doch die Technik dafür zielt darauf ab, um das Schlupflid herum zu schminken. Häufig wird nämlich zu viel Fokus auf die überschüssige Haut gelegt, wo man eigentlich besser auf die Partien ober- und unterhalb der Lidfalte achten sollte. Denn was macht ein Schlupflid? Es verkleinert das Auge optisch und lässt den Blick gedrückter wirken. Das versuchen wir mit Make-up auszugleichen. Erstes Beispiel: die Augenbrauen

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1. Augenbrauen verlängern und das Ende optisch liften

Bevor es an die Augen geht, kümmern wir uns um die Augenbrauen. Die sind nicht nur für die generelle Gesichtsharmonie relevant, sondern besonders aus dem Grund, dass sie den Blick öffnen können. Wie? Der Winkel der Braue und ihre Dichte bestimmen darüber, wie viel Platz auf dem beweglichen Lid bleibt. Sehr breite Augenbrauen oder einzelne Härchen unterhalb der Form drücken die Partie optisch und arbeiten so Hand in Hand mit dem Schlupflid – das wollen viele vermeiden. 

Concealer unterhalb des Brauenbogens kann einen optischen Lifting-Effekt erschaffen. 
Concealer unterhalb des Brauenbogens kann einen optischen Lifting-Effekt erschaffen.
© instagram.com/mariaarteaga.es

Deshalb wird im ersten Schritt die Augenbraue in Richtung Schläfe aufgefüllt. Bitte aber vorsichtig bei der Deckkraft und Farbe: Zu dunkler Augenbrauenstift drückt das Auge ebenfalls nach unten, ebenso wie eine zu starke Deckkraft. Feine Striche, die aussehen wie einzelne Härchen, mit einem Micro-Stift sind das Ziel. Das Ende sollte nicht nach unten zeigen, sondern eher waagerecht sein. Um diesen Effekt zu unterstützen, kann mit einem flachen Pinsel und etwas Concealer die Kante definiert werden. Der Concealer sollte eine oder zwei Nuancen heller sein, als der Hautton. Denn dadurch wirkt die Partie optisch geliftet, wodurch der Blick offener wirkt. 

2. Lidschatten oberhalb des Schlupflids ansetzen

Mit einem Lidschatten-Primer oder etwas Foundation das Augenlid auf die folgenden Schritte vorbereiten. Denn eine einheitliche Unterlage sorgt für ein ebenmäßiges Ergebnis. Dann kommt der Lidschatten: Der mittelbraune Ton wird nicht in der Lidfalte angesetzt, denn diese wird vom Schlupflid verdeckt. Blickt geradeaus in den Spiegel und trägt den Ton mit einem kleinen Blendepinsel direkt darüber auf, um eine Art «neue» Lidfalte zu definieren. Diesen anschließend mit einem größeren Blendepinsel ausrauchen.

Beim Lidschatten die Augen offen halten und keine Haut an Stellen ziehen, wo sie sonst nicht ist. 
Beim Lidschatten die Augen offen halten und keine Haut an Stellen ziehen, wo sie sonst nicht ist.
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3. Hilfslinie für das seitliche Schlupflid

Besonders wichtig ist bei eurer Art von Schlupflid, dass ihr der Linie nach unten entgegensteuert: Durch die überschüssige Haut am Augenaußenwinkel geht der Trend abwärts, wodurch die Partie müder aussieht. Dieser Linie mit Lidschatten + Co. zu folgen, wäre nicht ratsam. Blendet einerseits immer nach oben und schafft euch eine Art Hilfslinie mit Concealer. Auf dem Foto unten seht ihr, wie diese aussieht, wenn die Haut glatt gezogen ist. Festlegen müsst ihr sie jedoch bei geradem Blick in den Spiegel: Setzt am Augenaußenwinkel an und folgt dem natürlichen Winkel eures unteren Wimpernkranzes, um sie vorzuzeichnen. Ist die Basis erst mal festgelegt, könnt ihr die Linie mit nach oben gezogener Haut vervollständigen. 

Der Concealer wirkt hier zu weit mittig aufgetragen, beginnt aber perfekt am Augenaußenwinkel, wo er sich über das seitliche Schlupflid hinweg zieht. 
Der Concealer wirkt hier zu weit mittig aufgetragen, beginnt aber perfekt am Augenaußenwinkel, wo er sich über das seitliche Schlupflid hinweg zieht.
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Auch gut auf dem Bild erkennbar ist, wie der Lidschatten aussieht, wenn man ihn mit geöffnetem Auge betrachtet – das ist ganz normal. Ihr könnt die freien Stellen mit Lidschatten füllen, auch, wenn sie eigentlich von der überschüssigen Haut verdeckt werden. So habt ihr auch bei geschlossenen Augen ein ebenmäßiges Ergebnis. Wichtig ist nur, dass ihr immer in Richtung Augenbrauen-Ende blendet und eben nicht nach unten.

4. Heller Lidschatten 

Damit das Auge wach und geliftet aussieht, wird der dunklere Lidschatten nicht am ganzen Lid aufgetragen – das würde erneut drücken –, sondern nur im Augenaußenwinkel. Im Zentrum und Innenwinkel kommt jetzt eine helle Nuance zum Einsatz, die matt oder glänzend ist. Weiß ist häufig zu hart, weshalb ihr zu Cremefarben oder Champagnertönen greifen könnt für einen natürlicheren Look. Steckt auch hier den Bereich mit geradem Blick ab und verteilt den Lidschatten dann ebenmäßig, indem ihr die Haut etwas glatt zieht. 

Um einen gleichmäßigen Auftrag zu garantieren, könnt ihr die Haut zurechtziehen – kontrolliert das Ergebnis jedoch immer mit geradem Blick. 
Um einen gleichmäßigen Auftrag zu garantieren, könnt ihr die Haut zurechtziehen – kontrolliert das Ergebnis jedoch immer mit geradem Blick.
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5. Beiger Kajal 

Diesen Trick kennt ihr bestimmt! Um das Auge größer wirken zu lassen, tragen wir beigen Kajal auf die untere Wasserlinie auf. Wenn eure Augen schnell tränen, dann tupft die überschüssige Flüssigkeit zunächst mit einem Wattestäbchen trocken und setzt dann den wasserfesten Kajal an. Erneut: Weiß ist zu hart, weshalb ein helles Beige natürlicher aussieht. 

Auf der unteren Wasserlinie wird ein heller Kajal aufgetragen, auf der oberen könnt ihr gerne zu Braun oder Schwarz greifen, um die Wimpern zusätzlich zu verdichten. 
Auf der unteren Wasserlinie wird ein heller Kajal aufgetragen, auf der oberen könnt ihr gerne zu Braun oder Schwarz greifen, um die Wimpern zusätzlich zu verdichten.
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Auf dem Foto wurde es nicht gemacht, aber probiert auch unbedingt Tightlining aus für einen vollen oberen Wimpernkranz.

6. Unteren Wimpernkranz betonen

Um das Auge definiert größer wirken zu lassen, wird der untere Wimpernkranz geschminkt. Dies wird oft vernachlässigt – doch wenn man mit einem feinen Pinsel den gleichen braunen Lidschatten unterhalb der Wasserlinie aufträgt und zusätzlich die unteren Wimpern tuscht, sieht das Auge sofort offener aus. 

Schlupflid
Eine Mascara mit kleiner Bürste eignet sich viel besser für die unteren Wimpern.
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7. Wimpern im Fokus

Der beste Trick bei Schlupflidern ist, alles auf die Wimpern zu setzen: Lange Wimpern verdecken das Schlupflid, wie es kein Lidschatten der Welt je könnte. Zudem öffnen sie den Blick, lassen das Auge wacher aussehen und lenken die Aufmerksamkeit weg von der überschüssigen Haut. Das bedeutet, dass ihr am besten eure Wimpern mit einer Zange biegt, auch gerne öfter auf und zu drücken, während ihr an der gesamten Länge der Härchen entlang geht. 

Eine Wimpernzange sorgt für Schwung, wodurch die Wimpern länger wirken. 
Eine Wimpernzange sorgt für Schwung, wodurch die Wimpern länger wirken.
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Wenn ihr keine starken natürlichen Wimpern habt, könnt ihr natürlich auch welche aufkleben. Bei der Frau auf dem Video wurde das auf jeden Fall gemacht – das ist mit der Grund, warum ihr Blick so extrem wach wirkt. Es gibt auch falsche Wimpern (z.B. von Girl Got Lashes), die drei Tage lang anhalten, wenn ihr sie mit einem speziellen Kleber angebracht habt. 

Auch wenn das Schlupflid weiterhin da ist, rückt es durch das Make-up optisch in den Hintergrund. 
Auch wenn das Schlupflid weiterhin da ist, rückt es durch das Make-up optisch in den Hintergrund.
© instagram.com/mariaarteaga.es

Natürlich spielt auch die untere Augenpartie eine große Rolle dabei, wie frisch man aussieht. Bei diesem Beispiel wurden die Verfärbungen unterhalb mit einem lichtreflektierenden Concealer abgedeckt, wobei nochmals der Fokus auf die Tränenrinne gesetzt wurde. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie ihr den Volumenverlust bei der unteren Augenpartie mit Make-up kaschiert. 

 

 

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