Sharon Stone: Dieser Kajal-Fehler war ihr eine Lehre

Kajal auf der Wasserlinie – früher geliebt, heute gemieden. Wieso? Er kann die Augen kleiner und gedrungener erscheinen lassen, jedoch nicht, wenn man ihn aufträgt wie Sharon Stone. 

Wenn Kajal seit Jahren zum festen Bestandteil eurer Kosmetiktasche zählt, werdet ihr Sharon Stones Looks für Cannes lieben. Denn bei gleich zwei Auftritten zeigt die Schauspielerin, wie sie die schwarze Miene perfekt auf ihre Augenform abstimmt. Einen Monat zuvor trägt sie ihn jedoch anders – welcher Weg am besten zu ihr passt und wieso, erfahrt ihr jetzt.

 

Sharon Stone: In Cannes schafft sie Harmonien mit ihrem schwarzen Kajal

Schwarzer Kajal auf der Wasserlinie ist ein Look – gerade deshalb hat dieser Trend in den 1990er und frühen 2000er Jahren alle Herzen im Sturm erobert. Man schafft bei hellem Teint einen starken Kontrast zur Haut, bei blauen Augen zur Iris und bei Blondinen auch zu den Haaren. Dadurch zieht die Augenpartie alle Blicke auf sich, und sticht als Fixpunkt des gesamten Make-ups hervor. Harmonisch und im Einklang mit der natürlichen Farbgebung ist dieser Look jedoch nicht, er ist ein Statement. Wer wie Sharon Stone helle Haut und Haare besitzt, kann dennoch einen stimmigen Look mit schwarzem Kajal kreieren: Achtet auf die Kleiderwahl der Schauspielerin. Im oberen Bild trägt sie ein schwarzes Kleid, wodurch die Verknüpfung zum Schwarz der Augen besteht. Und auch bei diesem Outfit werden die schwarz umrandeten Blumen durch ihr Make-up wieder aufgegriffen. 

Sharon Stone Kajal
Sharon Stone am 18. Mai am Cannes Film Festival.
© Arnold Jerocki

Obwohl Sharon Stone blond ist und auch helle Augen hat, weisen ihre Merkmale dennoch keinen niedrigen Kontrast auf. Der Grund? Der dunkle Kreis um ihre Iris erhöht ihr natürliches Kontrastlevel. Auch mit diesem Ton harmoniert der dunkle Kajal. 

Lieber so statt so – was Sharon Stone bei den Filmfestspielen besser macht

Ja, schwarzer Kajal auf der Wasserlinie lässt die Augen kleiner aussehen. Wieso? Weil das Augenweiß, das bei großen Augen mehr Platz einnimmt, durch die ebenfalls helle Wasserlinie optisch vergrößert wird. Nimmt man diesen Platz «weg»– zum Beispiel durch den Auftrag von dunklem Kajal –, entsteht die Illusion, die Wimpernlinie würde weiter oben beginnen, was das Auge optisch verkleinert. Trägt man hingegen einen hellen Kajal auf, erscheint das Augenweiß und somit die Augen größer. 

Sharon Stone am 16. April in Los Angeles. Hier trägt sie den schwarzen Kajal nur auf der unteren Wasserlinie. 
Sharon Stone am 16. April in Los Angeles. Hier trägt sie den schwarzen Kajal nur auf der unteren Wasserlinie.
© ETIENNE LAURENT

Doch das ultimative Ziel jedes Make-up-Looks ist nicht, die Augen besonders groß zu schminken. Ganz besonders wenn man – wie Sharon Stone – bereits große Augen hat, kann man getrost weiterhin schwarzen Kajal auf die Wasserlinie auftragen. Was sie jedoch in Cannes besser macht, als auf dem letzten Bild, ist, auch die obere Wasserlinie nicht zu vernachlässigen. Denn während Sharon an der Côte d’Azur auch Tightlining macht, also den schwarzen Kajal auch am oberen Wimpernkranz aufträgt, stellt sie das Gleichgewicht ihres Augen-Make-ups wieder her. Auch die falschen Wimpern tragen dazu bei. Deshalb sieht ihr Look in Cannes etwas harmonischer aus als bei dem Auftritt einen Monat zuvor in Los Angeles. 
 

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