Du würdest gerne Eyeliner tragen, doch du besitzt nicht die nötigen Make-up-Skills? Dann schnapp dir deinen Kajal, blinzel und gleite! Make-up-Artistin und BRIGITTE-Redakteurin Melanie erklärt dir, wie’s ganz einfach mit Schlupflidern geht.
Ich halte deine Hand, wenn ich dir Folgendes sage: Von dem Gedanken, mit einem flüssigen, schwarzen Eyeliner den perfekten Lidstrich bei Schlupflidern zu ziehen, musst du dich leider verabschieden. Ich will nicht an deinem Können zweifeln, aber da du auf diesen Artikel geklickt hast, mache ich das jetzt einfach. Das Gute: Es ist nicht schlimm und ich halte auch deine Hand, wenn ich sie zu einem dunkelbraunen Kajal führe und dir einen einfachen Trick zeige, bei dem du nur blinzeln musst.
Kajal-Trick bei Schlupflidern: Blinzeln und gleiten heißt die goldene Make-up-Formel
1. Vorbereitung ist alles – Tightlining
Ich habe schon viel zum Thema Schlupflidergeschrieben und bleibe bei meiner Empfehlung, im ersten Schritt immer den Wimpernkranz mit Tightlining zu verdichten. Denn kein Schlupflid der Welt kommt der oberen Wasserlinie in die Quere. Noch einmal eine kurze Anleitung dafür, mit der euch das immer gelingt:
- Benutzt einen wasserfesten, wischfesten, «24 Halt»-Kajal zum Herausdrehen – der sollte im Idealfall nicht sehr cremig sein, sondern eher trocken.
- Richtet euren Spiegel unterhalb eures Auges aus, sodass ihr nach unten blickt. Das Lid anheben und die obere Wasserlinie mit einem Wattestäbchen trocknen.
- In sanften Bewegungen den schwarzen oder dunkelbraunen Kajal richtig zwischen die Wimpern auftragen und alle Lücken zwischen den Härchen auffüllen.

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Gerade mit Schlupflidern würde ich auf einen «richtigen» Eyeliner verzichten und mich bei dem Lidstrich an der natürlichen Wimpernlinie orientieren. Verdichtet diese mit Tightlinig und füllt sie minimal von oben auf, ohne zu dick zu werden. Denn sonst könnte es sein, dass euer Schlupflid die Linie «schluckt» und sie ungleichmäßig aussieht. Einen flüssigen, schwarzen Eyeliner würde ich nicht benutzen, da dieser schnell verläuft und sich in Falten verkriecht. Wenn das geschafft ist, kommen wir jetzt zum eigentlichen Kajal-Trick, der für den Wing am Augenaußenwinkel zuständig ist.
2. Blinzeln und gleiten
Für den äußeren Wing bedienen wir uns jetzt eines Kajal-Tricks: Spitzt euren Kajal an und richtet den Spiegel gerade vor eurem Gesicht aus. Jetzt mit offenen Augen die Mine am Augenaußenwinkel aus, sodass die Spitze in Richtung Auge zeigt und das Ende des Stifts in Richtung Haaransatz. Während ihr blinzelt, jetzt einfach eurer Wimpernlinie folgen und den Wing anzeichnen.

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Diese Technik hat einen großen Vorteil: Durch das Blinzeln schließt ihr natürlich die Augen und «verdrängt» so die Mine des Kajals nach außen, wodurch ihr einen natürlichen Winkel für euren Wing erschafft. Besonders bei Schlupflidern fällt es vielen schwer, die passende Position für ihren Eyeliner zu finden. Tightlining in Verbindung mit diesem Blinzel-Wing ist da genau richtig! Denn würdet ihr die Linie am Augenaußenwinkel noch weiterziehen, würde sie wahrscheinlich von überschüssiger Haut versteckt werden. Mit diesem Kajal-Trick verlängert ihr nicht nur eure Wimpernlinie, sondern verdichtet auch euren Wimpernkranz für ein natürliches Ergebnis, das man auch ohne Make-up-Skills nachschminken kann.
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