Filmfestspiele Cannes: Immer mehr arabische Designer erobern den roten Teppich

Auch in diesem Jahr ist das Filmfestival in Cannes in aller Munde. Auf dem berühmtesten roten Teppich Frankreichs zeichnet sich ein Trend ab: Stars wie Heidi Klum oder Maika Monroe setzen zunehmend auf prunkvolle Roben von arabischen Designern.

Vorhang auf für das berühmteste Filmfestival der Welt! Längst geht es bei den Filmfestspielen in Cannes nicht mehr ausschließlich um die Filmindustrie – neben der Goldenen Palme bietet auch der rote Teppich auf den Treppen des Palais des Festivals eine globale Bühne für die schönsten Looks der Stars undstellt einen Schauplatz für politische Statements dar.

Filmfestspiele Cannes: Die Stars setzen auf arabische Designer

In den letzten Jahren zeichnet sich noch eine weitere Bewegung an der Croisette ab: Die arabische Welt – sei es auf dem roten Teppich, auf der Leinwand oder als Designer hinter den Kulissen – ist immer stärker auf den Filmfestspielen vertreten. Allein in diesem Jahr feiern elf arabische Filme in Cannes ihre Premiere und machen ihre Soft-Power-Entwicklung deutlich.

Auf dem roten Teppich in Cannes glänzt die amerikanische Schauspielerin Maika Monroe in einem Kleid von Ashi Studio.
Auf dem roten Teppich in Cannes glänzt die amerikanische Schauspielerin Maika Monroe in einem Kleid von Ashi Studio.
© Michael Buckner

Mit der Soft-Power-Strategie nutzen arabische Länder wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Katar bereits seit Jahren massive finanzielle Mittel, um sich als globale Knotenpunkte zu etablieren. Während diese Veränderung in der Vergangenheit besonders im Sportsektor, wie zum Beispiel bei der Fußball WM im Jahr 2022, Wellen schlug, macht sich die Bewegung auch in der Modewelt bemerkbar. Das wohl aktuellste Beispiel stellen hierbei die Filmfestspiele in Cannes dar, bei denen sich Stars wie Heidi Klum oder Maika Monroe in atemberaubenden Abendkleidern von saudischen und libanesischen Designern einkleiden.

Auch der Luxussektor belegt den rasanten Aufstieg arabischer Labels: Designer aus dem Libanon, der Golfregion und der gesamten arabischen Welt haben sich neben großen Modehäusern wie Gucci und Chanel etabliert. Die glamourösen Kleider von Designermarken wie Elie Saab oder Ashi Studios überzeugen mit Opulenz und Detailreichtum in Form von aufwendigen Stickereien aus verschiedensten Perlen und Kristallen, deren Anfertigung häufig den Standard der westlichen Couture übersteigt. Eine Bewegung, die eine echte kulturelle Weiterentwicklung der Modebranche darstellt – allerdings ist das gezielte Imagebuilding der Golfstaaten bei einer solchen Bewegung ebenfalls nicht zu vernachlässigen.  

Beyoncé trägt bei ihrer Performance zur Eröffnungsfeier eines Luxushotels in Dubai eine gelbe Robe von Atelier Zuhra.
Beyoncé trägt bei ihrer Performance zur Eröffnungsfeier eines Luxushotels in Dubai eine gelbe Robe von Atelier Zuhra.
© Kevin Mazur

Viele Labels, wie zum Beispiel das omanische Label Atelier Zuhra, das bereits Stars wie Beyoncé, Mariah Carey oder Paris Hilton für ihre Auftritte einkleidete, sind von Designerinnen gegründet, die mit ihren eindrucksvollen Kreationen die Wahrnehmung arabischer Künstler:innen maßgeblich prägen

 

Quelle: Mode

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