Jeanette Biedermann: "Die meisten Frauen kämpfen mit denselben Themen"

Jeanette Biedermann blickt zurück auf die Anfänge ihrer Karriere und verrät, wie sich ihr Körperbild inzwischen gewandelt hat. 

Jeanette Biedermann, 46, ist beim «Step Into Summer»-Event von Deichmann in Hamburg das blühende Leben. Die Sängerin und Schauspielerin strahlt bis über beide Ohren, wirkt angekommen. Im Interview verrät sie, wie es zu Beginn der 2000er für sie war, in hochmodernen Looks aus Ganzkörper-Strumpfhosen und transparenten Pieces auf der Bühne zu stehen. Wie sich ihr Selbstbild vor der Kamera gewandelt hat, zeigen ihre Worte ganz eindringlich. 

Jeanette Biedermann im Interview

Jeanette Biedermann blickt im Interview selbstbewusst und reflektiert auf ihre Mode- und auch Beauty-Entwicklung zurück. Ihre früheren, provokanten Bühnen- und Red-Carpet-Looks waren von Cher inspiriert. Häufig wurde sie mit Britney Spears verglichen, kritisiert aber trotzdem die damalige «Schubladen»-Mentalität. Heute steht für sie weniger Perfektion als Selbstbewusstsein im Fokus. Sie spricht offen über Körperbilder und den Druck, gut auszusehen.

BRIGITTE.de: Sie wurden oft mit Britney Spears verglichen. Ist das für dich ein Kompliment gewesen?

Jeanette Biedermann: Definitiv. Aber damals wurden ständig alle mit irgendwem verglichen. Es war diese typische Schubladen-Mentalität: Man wollte Menschen unbedingt irgendwo einordnen. Je nachdem, wie ich aussah oder welche Musik ich gemacht habe, war ich mal die Rockigere, mal wurde ich mit jemand anderem verglichen. Ich habe mich über die Jahre einfach oft verändert – und das gehört ja auch dazu.

Hast du damals Druck gespürt, immer perfekt auszusehen?
Eigentlich nicht. Ich war jung und ziemlich entspannt. In dem Alter kannst du gefühlt auch einen Sack mit High Heels tragen und es sieht trotzdem noch gut aus. Erst später kamen Unsicherheiten dazu – dass man vielleicht etwas kaschieren möchte oder sich mit dem eigenen Körper nicht immer wohlfühlt. Heute sehe ich das viel entspannter. 

Das einzige Kleid, das du vorrangig tragen solltest, egal wo, ist das Kleid des Selbstwerts und des Selbstbewusstseins.

War das ein langer Weg, dahin zu kommen?
Ja, auf jeden Fall. Irgendwann wird es einem auch einfach ein bisschen egaler. Man sagt sich: Ja, ich bin eine Frau, ich habe Brüste, ich habe auch mal ein kleines Bäuchlein, wenn ich gegessen oder etwas getrunken habe. Ich bin nicht immer superslim und es gibt auch Phasen in meinem Leben, in denen das eben mal nicht so ist.

Ich habe vorhin beim Fotoshooting hier gemerkt, dass ich ganz automatisch wieder den Bauch eingezogen habe. Das ist so drin: Auf Fotos macht man sich gerade und zieht den Bauch ein. Und dann dachte ich irgendwann: Lass es doch einfach. Es war tatsächlich ein total befreiendes Gefühl, die Wampe einfach mal raushängen zu lassen, sozusagen. 

Ich glaube, die meisten Frauen kämpfen mit denselben Themen – völlig egal, wer man ist oder was man macht. Wir haben alle Phasen, in denen wir mit uns hadern und uns nicht ganz wohlfühlen. Und dann gibt es wieder Momente, in denen man sich super fühlt und fast unzerstörbar. So ist das Leben und das ist auch völlig in Ordnung.

Wie hat sich dein Beauty-Look über die Jahre verändert?
Gar nicht so extrem. Dinge, die ich früher mochte, mag ich heute noch – zum Beispiel Lidstrich. Eine Zeit lang war mein Make-up allerdings deutlich dunkler und intensiver. Davon bin ich etwas weg. Aber Mode und Beauty kommen sowieso immer wieder zurück. Genau das macht ja Spaß daran.

Das komplette Interview ist vorher bei GALA.de erschienen. 

Quelle: Mode

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