Königin Rania von Jordanien durchbrach bei ihrer Hochzeit 1993 royale Konventionen: Sie verzichtete auf eine Tiara und entschied sich für einen schlichten Kopfschmuck, der als modernes Statement galt. Ihr Look spiegelte sowohl ihre Herkunft als auch den zeitgemäßen Wandel im jordanischen Königshaus wider.
Königin Rania von Jordanien machte ihre Hochzeit am 10. Juni 1993 zum internationalen Modeereignis. Ihr Brautkleid hob sich nicht nur durch seine elegante Silhouette, sondern auch durch die Verbindung von westlichen und orientalischen Einflüssen deutlich von typischer Royal-Wedding-Couture ab. Die damals erst 23-jährige Rania entschied sich für ein eigens für sie gefertigtes Kleid des britischen Designers Bruce Oldfield. Statt ausladender Spitze oder viel Tüll bevorzugte sie luxuriösen Seidensatin, handbestickte Details und klar strukturierte Linien.
Königin Ranias Brautkleid schreibt Geschichte
Das figurbetonte Oberteil war mit feinen Perlen und Kristall-Elementen verziert, wobei sich diese kunstvollen Ornamente bis in die halblangen Ärmel und den auffällig gearbeiteten Kragen zogen. Der Kragen selbst griff traditionelle arabische Elemente auf, gab dem Look jedoch zugleich ein modernes Gesicht. Die klassische A-Linie des Rocks, vermutlich unterstützt von einem Reifrock, verlieh dem gesamten Erscheinungsbild zusätzliches Volumen und Bewegungsfreiheit. Mit diesen schlichten, aber hochwertigen Materialien und Verarbeitungen spiegelte Rania die hochwertige Handwerkskunst des Orients wider, während das zeitlose Design auch ihre Vorliebe für modernen Minimalismus unterstrich.

© RABIH MOGHRABI
Rania verzichtet auf eine Tiara
Beim Styling verzichtete die spätere Königin auf eine Tiara, wie sie in königlichen Häusern oft üblich ist. Ihr Haar trug sie als eleganten Chignon, an dem der Tüllschleier mit einem breiten Band fixiert war, sodass der Schleier bei jeder Bewegung sanft mitspielte. Dass Rania keine traditionelle Tiara trug, lag vor allem daran, dass sie zu diesem Zeitpunkt selbst keine besaß und nicht aus adeliger Familie stammte. Erst als ihr Mann Abdullah zum Kronprinzen und später zum König gekrönt wurde, erhielt Rania eigene Diademe für offizielle Anlässe.
Ihr Kleid sticht heraus
Gegenüber den Hochzeitsroben anderer Royals – etwa Catherine, Princess of Wales, mit ihrem romantischen Kleid aus Spitze oder Charlène von Monaco im schlichten Armani-Look – war Ranias Kleid eine harmonische Mischung aus arabischer Ornamentik, moderner Eleganz und weiblicher Zurückhaltung. Ihr stilvolles Auftreten und die bewusste Auswahl der Accessoires setzten nicht nur in Jordanien, sondern auch international neue Maßstäbe und wurden über die Jahre zu Inspiration für Bräute und Modebegeisterte weltweit. Ranias Hochzeitsoutfit ist über drei Jahrzehnte nach der Zeremonie immer noch ein Vorbild für individuelle, moderne königliche Brautmode.
Quelle: Mode


