Partnerschaft: Diese 5 Sätze zeigen in Beziehungen tiefe Zuneigung

Fürsorge kommt immer aus zwei Richtungen: von anderen und von uns selbst. Die folgenden Sätze zeigen, wie Paare im Alltag liebevoll füreinander da sein können.

Jahrelang habe ich mir gewünscht, dass jemand tiefe Zuneigung für mich empfindet und mir das Gefühl gibt, umsorgt, geborgen und wirklich geliebt zu sein. Diese Person müsste nicht alle meine Probleme lösen – es würde schon genügen, echtes Interesse und Mitgefühl zu zeigen und mir wirklich zuzuhören. Irgendwann, vermutlich nach vielen, vielen Gesprächen mit meiner Therapeutin, wurde mir jedoch klar: Ob ich Zuneigung, Verständnis und Respekt erlebe, liegt nicht nur in den Händen des «richtigen» Menschen, sondern zu einem großen Teil auch in meinen eigenen.

Mittlerweile bin ich in einer Beziehung. Und im Alltag denke ich immer wieder an einen bestimmten Satz meiner Therapeutin: «Wenn du dir Zuneigung wünschst, zeig auch anderen deine Zuneigung – aber achte dabei auf deine Grenzen.» Einfacher gesagt: Ehrliches Geben löst oft ganz von selbst den Wunsch aus, etwas zurückzugeben – nicht aus Pflichtgefühl und nicht, weil man sich dazu gedrängt fühlt. Gleichzeitig musste ich aber auch schmerzhaft erkennen, dass selbst große Fürsorge nicht unbedingt Gegenseitigkeit garantiert. Wir können der fürsorglichste Mensch sein und trotzdem Menschen begegnen, die uns ausnutzen oder unsere Güte nicht erwidern. Deshalb gehört zu einem fürsorglichen Partnersein auch die Aufmerksamkeit dafür, ob es echte Gegenseitigkeit gibt und ob unsere Grenzen respektiert werden.

In letzter Zeit habe ich häufig darauf geachtet, welche beiläufigen Sätze mein Partner und ich verwenden, durch die wir uns umsorgt, respektiert und geliebt fühlen. Sicher funktionieren diese Sätze nicht in jeder Beziehung gleich gut. Sie sind keine Checkliste. Aber sie sind Einladungen. Ob sie auch für dich passen, hängt von dir selbst, deiner Geschichte und deinen Grenzen ab. Aber vielleicht inspirieren sie dich dazu, deine eigenen Sätze zu finden. Jede Beziehung ist anders – und das ist gut. 

Fürsorge, Grenzen und Selbstfürsorge – warum alles zusammen gehört

Vielleicht ist dir beim Lesen der oben genannten Sätze aufgefallen, wie schlicht sie formuliert sind. Fürsorglich in der Beziehung zu sein, bedeutet nicht, sich in großen Worten auszudrücken. Viel wichtiger ist es, die richtigen Worte zu finden, sie im richtigen Moment zu sagen und dabei achtsam mit den Grenzen des anderen und den eigenen umzugehen. Echte Fürsorge nimmt den anderen ernst. Sie ist aufmerksam, aber nicht kontrollierend. Und sie ist großzügig, aber nicht selbstaufopfernd bis hin zur Erschöpfung. Wenn du deine Identität hauptsächlich darin findest, den anderen zu «retten» oder ständig für ihn zu funktionieren, kann sie zur Last werden: für dich und für die andere Person. Deshalb gehören zu einem fürsorglichen Partnersein immer zwei Dinge: Beziehungsfürsorge und Selbstfürsorge.

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