Moderedakteurin verrät : Redakteurin Ilka verrät, in welche Pieces sie immer wieder investieren würde

Als Moderedakteurin liebe ich edle Designer-Pieces, kann mir aber nicht immer High-End-Labels leisten – zum Glück gibt es hochwertige Alternativen, die ihren teuren Vorbildern mühelos Konkurrenz machen.

Gucci, Prada, Dior oder, wenn es richtig teuer werden soll, Chanel und Hermès: Der Luxusmarkt boomt und die Preise steigen weiter fröhlich. Während es früher ein durchaus realistisches Ziel war, auf seine Lieblingstasche zu sparen, scheint dieser Wunsch immer aussichtsloser. Fashion-Fans müssen jedoch nicht verzagen, auch im mittleren, bis günstigen Preissegment gibt es Hidden Gems, die sich durch Qualität und ein hochwertiges Design von anderen Marken und Modellen abheben. Moderedakteurin Ilka hat zwar etwas gegen Designer-Fakes, bei guten Trend-Alternativen ist sie aber ganz vorn mit dabei und erklärt, warum es sich lohnt, ausgerechnet in diese drei Modelle zu investieren. 

Fashion-Pieces, die teurer aussehen: Hier lohnt sich der Invest

Designerstücke sind deshalb so beliebt, weil bei ihnen über Jahre hinweg das Aussehen, die Qualität und das Finish perfektioniert wurden. Sie sind zeitlos elegant, weswegen sie im Wert meist steigen, anstatt aus der Mode zu geraten. Mit steigender Inflation fällt es jedoch immer schwerer, die ausgeschriebenen Preise von mehreren hundert bis tausend Euro bezahlen zu können. Zum Glück haben High-Street-Labels und kleine Manufakturen diese Diskrepanz erkannt und sich in den letzten Jahren auf günstige bis mittelpreisige Styles spezialisiert, mit denen man Qualität und Design erwerben kann. Das Design ist hier ebenfalls zeitlos, weshalb sich hier eine Investition lohnt. Denn dies sind Kleidungsstücke oder Accessoires, die immer teurer wirken, als sie wirklich sind. Ein anschauliches Beispiel dafür ist Massimo Dutti. Hier trifft Fast Fashion auf High-Fashion-Quality – natürlich nur bei ausgewählten Stücken. 

Gürtel von Massimo Dutti 
Gürtel von Massimo Dutti

Ein Gürtel zum Verlieben

Eigentlich zähle ich nicht zur klassischen Zielgruppe von Massimo Dutti. Die auf Basics basierenden Kollektionen? Für mich größtenteils zu langweilig. Dachte ich zumindest, bis ich mich in den schwarzen Ledergürtel aus Nappaleder mit goldenem Verschluss in Form eines Gebisseisens einer Trense verliebt habe. Klare Linien, ein simples Design, aber so viel Wirkung. Der Gürtel erinnert an High-Fashion-Brands wie Hermès, Gucci oder Celine, die für ihre schmalen Ledergürtel mit Gold-Hardware bekannt sind. Mit 50 Euro zählt der Gürtel zwar nicht zu den größten Schnäppchen, doch echtes Leder hat seinen Preis. Dafür zahlt man nur einmal und hat über Jahre hinweg seine Freude damit. Obwohl ich den Gürtel schon oft getragen habe, sieht er noch genauso aus wie vorher. 

Schwarze Ledertasche von Zornna
Schwarze Ledertasche von Zornna

Eine Tasche, die von Schiaparelli träumen lässt

Wahre Fashionistas werden verstehen, wenn ich sage: «Ich freue mich während der Paris Fashion Week am meisten auf die Schiaparelli-Show». Daniel Roseberry schafft es, mich mit seinen Kreationen träumen zu lassen. Etwas Surrealismus, ein bisschen Prunk und ganz viel Eleganz strahlen seine Kreationen mit Gold als Hauptthema aus. Als bekennende Liebhaberin der kantigen Mini-Face-Bag, suche ich schon lange nach einer Alternative, die ähnlich kreativ und hochwertig zugleich aussieht. Fündig wurde ich bei dem asiatischen Label Zornna. Die Aieda-Tasche mit einer Höhe von knapp 29 Zentimetern kommt mit verstellbarem Schultergurt daher, sieht aber als Handtasche mit Doppelgriffen am stylischsten aus – und kommt dem Original sehr nahe. Dickes Kalbsleder macht die Tasche hochwertig und langlebig. Qualität hat hier ihren Preis, gehört aber mit rund 165 Euro noch zu den erschwinglichen Ledertaschen. 

Weiße Bluse von Zara
Weiße Bluse von Zara

Eine Basic-Bluse neu erfunden

Weiße Blusen hat jeder im Schrank. Sie gehören zu den Klassikern der Basics. Doch warum sollte die Basis reduziert und schlicht sein, wenn sie selbst zum Design-Piece werden kann? Zara hat die weiße Herrenbluse neu gedacht und mit stylischen Abnähern versehen. Das Trendstück bleibt nach wie vor leise im Hintergrund, kreiert jedoch im Zusammenspiel mit einer Stoffhose – die Farbe ist dabei zweitrangig –, schlichten Pumps und Statement-Ohrringen einen intellektuellen, modernen und aufregenden Look. Ähnliche Designansätze bei Blusen oder Blazern kennt man von Ganni oder Rotate, nur dass die Zara-Bluse mit rund 30 Euro preislich deutlich unter den Scandi-Designerstücken liegt. Doch ein günstiger Preis heißt nicht immer mindere Qualität: Die Bluse ist aus 100 Prozent Baumwolle aus OCS-zertifiziertem ökologischem Anbau gefertigt. 

Jacke von H&M
Jacke von H&M

Barbour, mit urbanem Touch

Nicht nur Catherine, Princess of Wales, hat mich zum absoluten Fan von gewachsten Barbourjacken gemacht, Alexa Chung, Kate Moss und Co. trugen mit ihren Looks beim Glastonbury-Festival ebenfalls dazu bei. Gepaart mit Hotpants und Hunter-Gummistiefeln: So sah mein ideales Festival-Outfit lange Zeit aus. Für eine Barbourjacke hat es bis heute nicht gereicht, dafür habe ich ein ähnliches Modell bei H&M gefunden. Die Canvajacke im Oversized-Schnitt passt perfekt zu meinen weit geschnittenen Streetstyle-Looks, kann aber auch durch Qualität überzeugen. Ein leichtes Innenfutter hält vor Wind und Kälte in der Übergangssaison warm. Wenn sie dir auch gefällt, solltest du nicht allzu lange warten. Die Jacke ist gerade mit rund 40 Euro im Sale. Ein absolutes Schnäppchen!

 

 

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