Wer dunkle Pigmentflecken hat weiß, wie schwierig es ist, sie vollkommen mit Make-up abzudecken. Denn obwohl man bereits einen Concealer mit hoher Deckkraft benutzt, scheint der graue Umriss dennoch durch. Mit dieser Technik ist das jedoch ab jetzt Geschichte.
Sonnenflecken, Melasmen oder auch postinflammatorische Hyperpigmentierung: Dunkle Flecken auf der Haut kennen verschiedene Namen, bergen aber alle die gleiche Herausforderung, wenn es darum geht, sie vollständig abzudecken. Sogar eine hochdeckende Foundation schafft es nicht, den grauen Unterton loszuwerden, der an die Pigmentflecken erinnert. Die Erklärung dafür liefert die Farbtheorie – und sie liefert zudem auch die einfache Lösung.
Pigmentflecken vollständig abdecken ohne Grauschleier
Fangen wir ganz von vorne an: Ihr habt eure Hautpflege aufgetragen, einziehen lassen und vielleicht sogar einen feuchtigkeitsspendenden Primer aufgetragen, der die Haut leicht klebrig macht. Dann ist es jetzt an der Zeit, dem Concealer oder der Foundation eine Pause zu gönnen und einem anderen Produkt den Vorzug zu lassen: einem Colour-Corrector. Wer jetzt denkt, diesen Tipp schon oft genug gehört zu haben, sollte jetzt aufpassen. Denn viele machen den Fehler eine zu helle Farbe zu benutzen, die den Ton des Pigmentflecks nicht richtig neutralisiert. Die erste Regel beim Colour-Correcting lautet nämlich: Passe die Helligkeit deines Correctors der Farbtiefe an, die du korrigieren möchtest.
Vereinfacht gesagt, weisen Pigmentflecken nicht nur Dunkelheit auf, sondern auch einen aschigen Unterton. Diese beiden Komponenten müssen also mit einem Colour-Corrector neutralisiert werden. Die Farbe eines normalen Concealers für helle und mittlere könnte man als Beige beschreiben, also eine Mischung aus Braun, Weiß und Grau. Diese Farbe ist aufgrund der geringen Farbsättigung und dem Grauanteil nicht dafür geeignet, eine bereits aschige Farbe zu neutralisieren – ganz im Gegenteil. Ein dunkler Pigmentfleck, der mit Concealer abgedeckt wird, erscheint noch grauer.

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1. Korrigiere den Unterton des Pigmentflecks mit dem richtigen Orange
Deshalb benutzt man Orange, um den Unterton des Pigmentflecks an den der restlichen Haut anzupassen, der in den meisten Fällen deutlich wärmer ist. Da Orange die wärmste Farbe des Farbspektrums ist, eignet sie sich dafür am besten. Je aschiger euer Pigmentfleck ist, desto wärmer sollte euer Corrector sein. Für zarte Flecken eignet sich also ein sanfter Pfirsichton. Für sehr dunkle Flecken, wie bei der Frau auf dem Foto, solltet ihr zu einer intensiven, stark gesättigten orangefarbenen Nuance greifen.

2. Korrigiere die Dunkelheit des Pigmentflecks
Wenn der aschige Unterton des Pigmentflecks korrigiert ist, widmen wir uns jetzt der Dunkelheit. Der verwendete Corrector sollte in etwa der Farbhelligkeit eures Pigmentflecks entsprechen. Das bedeutet konkret: Ist der Fleck sehr dunkel, braucht ihr einen sehr dunklen Orangeton. Ist der Ton eher heller könnt ihr zu einer helleren Nuance greifen.

Nutzt dafür am besten einen Colour Corrector, der eine dünne Textur hat und matt antrocknet. Tragt ihn direkt nach der Hautpflege auf den Fleck auf, bis dessen Farbe nicht mehr sichtbar ist. Wenn ihr im Laden nach der perfekten Farbe für euch sucht, könnt ihr auf dem Handrücken einfach einen braunen Kajalstift auftragen, der eurem Pigmentfleck ähnelt, und darüber die verschiedenen Farben testen.

3. Concealer mit voller Deckkraft darübergeben
Vielleicht erscheint es euch im ersten Moment unsinnig, erst Orange aufzutragen, um es dann wieder zu überdecken – jedoch klappt genau das wunderbar. Obwohl sich der Corrector auf eurer Haut farblich abzeichnet, ist dieser problemlos mit einem Concealer, der eine sehr hohe Deckkraft hat, abzudecken. Wartet unbedingt, bis der Corrector vollständig getrocknet ist, sodass sich das Orange nicht mit eurer Hautfarbe vermischt. Passiert das und euer Concealer bekommt einen Orangestich, habt ihr entweder nicht lange genug gewartet oder euer Produkt ist nicht das Richtige.
Nutzt dann einen fluffigen Concealerpinsel, nehmt den Full-Coverage-Concealer auf und streicht mit einer sehr leichten Hand über die zuvor korrigierte Stelle. Die Ränder könnt ihr anschließend mit dem Finger ausblenden. Nehmt jedoch nicht durch intensives Verblenden zu viel Produkt ab. Tupfende Bewegungen sind dafür euer bester Freund.
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