Breslau: Warum Breslau noch ein versteckter Reise-Schatz ist

Die Stadt in Südpolen ist ein gut gefülltes Schatzkästchen mit Architektur-Perlen, tollen Food-Spots und einer jungen Kulturszene – ein echter Geheimtipp. 

Hinkommen und Rumkommen

Flug etwa von Frankfurt und München ab ca. 120 Euro. Mit der Bahn ist man ab Berlin in rund fünf Stunden dort (ca. 90 Euro). Vor Ort am besten Tagestickets (ca. 4 Euro) für Bus und Tram per kostenloser App «Jakdojade» kaufen.

Übernachten

The Cyrus Hotel. Keine hundert Meter vom Ufer der Oder entfernt liegt dieses moderne Boutiquehotel, fast durchgehend gestaltet in Grün- und Erdtönen. Hinter dem Haus lädt ein stiller Patio dazu ein, sich nach dem Stadtspaziergang zu erholen. Abends gibt es Livemusik mit Soul und Jazz in der Lobby. DZ/F ab ca. 135 Euro (Rzeźnicza 16, Tel. 778 70 01, cyrushotel.pl).

The Granary. Im 16. Jahrhundert als Getreidespeicher im Zentrum der Stadt gebaut, erinnern seine Gewölbe aus roten Ziegeln an die frühere Bestimmung. Sie bilden in ihrer Kleinteiligkeit einen spannenden Kontrast zum warmen und ruhigen Luxus in Lobby und Zimmern. DZ/F ab ca. 127 Euro (Mennicza 24, Tel. 05 33/12 60 78, granary.greatpolonia.pl).

Altus Palace. Als Wohnhaus für einen Bankier und seine Familie wurde dieses Gebäude im Jahr 1874 errichtet. Der Entwurf stammt von dem Architekten Carl Schmidt, der auch die nahe Oper gestaltet hat. In Marmorsäulen und detailreichem Stuck lebt die historische Pracht weiter, neben ihr halten sich die Zimmer mit gedeckten Farben und ruhigem, elegantem Design vornehm zurück. DZ/F ab etwa 200 Euro (Wierzbowa 15, Tel. 747 50 00, hotelaltuspalace.pl).

Genießen 

Bułka z Masłem. Wintergarten und Terrasse dieses Cafés sind mit Ranken, Blumen und Palmen begrünt. Der Name «Bułka z Masłem» bedeutet so viel wie «kinderleicht», und das kann sich nicht auf die Entscheidungsfindung beim Essen beziehen: lieber die Scones mit Halloumi und Walnüssen (9 Euro) oder doch den gebackenen Lachs in einer Kruste aus Pistazienkernen und Petersilie (14 Euro)? (Pawła Włodkowica 8A, bulkazmaslemwlodkowica.pl)

Falla. Auf halber Höhe zwischen Hauptbahnhof und Altstadt liegt dieses orientalische Restaurant mit veganen und vegetarischen Überraschungen wie dem «Hemp Wrap» mit Hanfsamen und Rotkohl (5 Euro) oder dem «Hola Mexico Shakshuka» mit Avocado und Koriander (6,50 Euro). (Stawowa 4, Tel. 07 33/00 41 01, facebook.com/falla.wroclaw)

Piwnica Swidnicka. Unter dem früheren Rathaus, verziert mit Zinnen, Türmen und Erkern, liegt der «Schweidnitzer Keller», der Klassiker der polnischen Küche modern und raffiniert interpretiert: zum Beispiel Pierogi mit Gänsefleisch und Sauce Périgeux (18 Euro) oder Zander mit weißem Gemüse und Krebssauce (19 Euro). (Rynek Ratusz 1A, Tel. 05 38/50 88 64, piwnicaswidnicka.pl)

Einkaufen

Markthalle. Lassen Sie sich in diesem Genusstempel einfach von Stand zu Stand treiben, um sich einmal querbeet durch die polnische Küche zu probieren. Auf 3500 Quadratmetern versammeln sich neben Bäckereien, Gemüse- und Käsetheken auch Buden mit warmen Gerichten (Piaskowa 17, hala-targowa.pl).

Folkstar. Dieses Geschäft lädt ländliche Motive osteuropäischer Kultur mit neuer Coolness auf: Blumen wachsen auf Geschirr und Kleidung, wie Blüten geformte Sofakissen leuchten in kraftvollem Gelb, Orange und Pink. Allerliebst! (Galeria Dominikańska, plac Dominikański 3, Tel. 05 70/80 09 93, folkstar.pl)

Erleben

Krupa Foundation. Die Stiftung der Geschäftsleute Sylwia und Piotr Krupa ist ein faszinierendes Schaufenster in Polens junger Kunstszene – und liegt super zentral schräg gegenüber dem alten gotischen Rathaus (Rynek 27/28, Tel. 05 06/84 70 49, krupaartfoundation.pl).

Neon Side Gallery. Mit 7000 Quadratmetern ist dieser Ort fast ein kleines Dorf aus Industriegebäuden mit Bars, Clubs, Galerien, Tonstudios und Kulturvereinen. Draußen leuchten große Neonreklamen und locken in der Dunkelheit Nachtschwärmer*innen an (Ul. Ruska 46A, ruska46.pl).

Breslau: "Neon Side Gallery"
Die «Neon Side Gallery» nennt sich «leuchtendster Hinterhof der Stadt». Stimmt!
© uslatar

Vier-Kuppel-Pavillon. Das Ensemble in der Nähe des Zoos wurde 1913 für eine Weltausstellung gebaut und zählt zum Unesco-Weltkulturerbe. Entworfen hat es der Berliner Architekt Hans Poelzig. Heute beherbergt es unter anderem Teile des Museums für zeitgenössische Kunst, das im Westen der Stadt in einem weiteren beeindruckenden Monumentalbau logiert. Im Pavillon ist noch bis Ende Mai «Sunrise In The West» mit japanischer Kunst zu sehen (Ul. Wystawowa 1, mnwr.pl).

Słodowa Insel. Ein schöner Spaziergang führt über mehrere Brücken, vorbei an der rot geklinkerten Kathedrale Sankt Johannes der Täufer, zu dieser Flussinsel nördlich der Altstadt. Am südlichen Ufer liegen mehrere Bars mit Altstadtblick – perfekt für den Sundowner am Abend.

Breslau: Vier-Kuppel-Pavillon
Der Vier-Kuppel-Pavillon liegt im grünen Herzen Breslaus. Ideal für Kultur mit Picknick-Pause.
© mdyn

Telefon

Die Vorwahl von Polen lautet 00 48, die Ortsvorwahl von Breslau 071.

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