Jacob Elordi, Harry Styles, Fußballstars – und längst nicht mehr nur die. It-Bags von Chanel, Bottega Veneta oder Hermès werden inzwischen ganz selbstverständlich auch von Männern getragen. Warum klassische Designer-Handtaschen gerade jetzt zum festen Teil der Menswear werden.
Noch vor wenigen Jahren wäre bei einer Chanel-Tasche am Männerarm schnell von einer «Manbag» oder einem bewussten Fashion-Statement die Rede gewesen. Heute tragen Jacob Elordi, Harry Styles und selbst Fußballstars ihre Designer-Taschen ganz selbstverständlich. Die It-Bag verliert ihr Geschlecht – und wird auch in der Männermode zum Luxus-Accessoire. Doch warum gerade jetzt?
Von der Manbag zur It-Bag
Taschen am Männerarm sind nichts Neues. Neu ist vielmehr die Wahl des Modells: Neben Rucksack, Weekender oder Crossbody-Bag tauchen immer häufiger Chanel-Flap-Bags, Bottega-Veneta-Shopper oder Hermès-Taschen auf.
Jacob Elordi ist dafür eines der bekanntesten Beispiele. Der Schauspieler trägt Bottega Veneta zu Jeans und Sweatshirt genauso wie zum Flughafen-Look. Gegenüber «GQ“ erklärte er bereits 2023, dass er unterwegs unter anderem Bücher, Notizblock und Kamera dabeihat – die Tasche ist für ihn also Style-Piece und praktischer Begleiter zugleich.

© Jacopo M. Raule
Dass der Trend längst über Hollywood hinausgeht, zeigt der Profisport. Bei der Fußball-WM 2026 wurden Spieler mit Hermès, Chanel oder Louis Vuitton gesichtet. Erling Haaland reist mit Hermès, Kylian Mbappé setzt auf Dior, David Alaba auf Chanel.
Warum die It-Bag gerade jetzt ihr Geschlecht verliert
Dass klassische Grenzen zwischen Damen- und Herrenmode immer durchlässiger werden, dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen. Was lange als typisch feminin galt, wird in der Menswear zunehmend neu gedacht. Das betrifft nicht nur Taschen: Auch weichere Silhouetten, transparente Stoffe oder Röcke tauchen inzwischen in Herrenkollektionen auf. Bei den Schauen für die Frühling-/ und Sommerkollektionen 2027 waren Handtaschen laut einer Auswertung von «The Data Fashion Brief» bereits in 15 Prozent der Looks von elf untersuchten großen Modehäusern vertreten. Bei Louis Vuitton waren es sogar 81 Prozent.

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Hinzu kommt: Eine Designer-Tasche kann heute ähnlich funktionieren wie Uhr oder Sneaker – als sichtbares Style- und Statussymbol, das selbst einen schlichten Look sofort verändert. Gleichzeitig bleibt sie vor allem eines: praktisch. Warum also Laptop, Kopfhörer oder Buch in die Hosentaschen quetschen, wenn dafür auch eine Bottega, Chanel oder Hermès herhalten kann?

© Stephane Cardinale – Corbis
Die Designer-Tasche ist in der Menswear angekommen
Dass der Trend längst über einzelne Celebrity-Looks hinausgeht, zeigen auch die Zahlen: Die Suchanfragen nach «Herrenhandtasche» sollen laut «The Data Fashion Brief» innerhalb eines Jahres um 637 Prozent gestiegen sein. Auch Modehäuser integrieren entsprechende Modelle immer stärker in ihre Herrenkollektionen.
Was bei einzelnen Stars noch wie ein ungewöhnliches Styling wirkte, ist inzwischen mitten in der Menswear angekommen. Designer-Taschen gehören auf den Laufstegen ebenso selbstverständlich zum Männerlook wie bei Schauspielern, Musikern oder Fußballern. Die It-Bag am Männerarm dürfte uns also noch eine ganze Weile begleiten.
Verwendete Quellen: instagram.com/thedatafashionbrief
Quelle: Mode



