Make-up für Ü50+: 4 Schmink-Regeln für reife Haut von einer Visagistin

Make-up einzusetzen, um das zu akzentuieren, mit dem wir uns wohl fühlen ist eine Kunst – Make-up-Artistin Yasemin beherrscht diese mit Bravur. Diese vier Schmink-Regeln verfolgt sie wie Dogmen. 

Yasemin von «New Faces Beauty» ist arbeitet seit über 10 Jahren als Make-up-Artistin auf der ganzen Welt und schminkte zuletzt Carmen Geiss, bei dem viele ihrer Fans fanden, es wäre das schönste jemals gewesen. Mit über 60 Jahren zählt die Haut der Millionärin – trotz Facelifts und weiteren Behandlungen – auf jeden Fall als «reif». Das bedeutet: Die Kollagenproduktion findet langsamer statt, wodurch die Haut weniger elastisch ist und z.B. Poren größer aussehen, weil sie sich weniger gut zusammenziehen. Auch die Talgproduktion wird im Alter zurückgefahren, was die Haut trockener und matter macht. Natürlich sind auch Falten sichtbarer, in die sich Make-up schnell verkriechen kann. Yasemin erzählt im Interview, welchen vier Schmink-Regeln sie wie Dogmen folgt bei reifer Haut oder Frauen, die Ü50+ sind

Make-up für Ü50+ – 4 Schmink-Regeln einer Visagistin

Hautpflege ist die Grundlage für ein schönes Make-up, erzählt Visagistin Yasemin. Da stimmen wir zu! Gerade für reife Haut können wir sehr empfehlen, regelmäßig Retinol in die Abendroutine zu integrieren und die Dosierung auch über Wochen zu steigern. Denn Vitamin A wirkt wie ein Fitnesstrainier für die Haut, sorgt dafür, dass Prozesse wie Zellteilung schneller stattfinden und die Haut dadurch jünger aussieht. Auch direkt vor dem Make-up ist Hautpflege ein essenzieller Schritt und die erste Schmink-Regel. 

1. Peeling & mit Feuchtigkeit aufpolstern

Vor dem Make-up nutzt die Visagistin leichte Peeling-Pads, um abgestorbene Hautschuppen zu entfernen. Das sind in Hautpflege getränkte Wattepads, die zum Beispiel AHA oder BHA enthalten. Diese Fruchtsäuren lösen auf besonders sanfte Weise die Verbindungen, die tote Hautschuppen festhalten, wodurch die Haut matter aussieht. Anschließend kombiniert Yasemin einen Milky Toner, das ist eine Art milchige Essenz, mit einem feuchtigkeitsspendendem Serum. Warum sie das macht? Auf feuchte Haut aufgetragen können Feuchtigkeitsspender ihre volle Wirkung entfalten, weil sie nämlich Wasser binden. Gleiches gilt auch für die Augenpartie:

Unter den Augen benutze ich einen Eye Balm, der wie eine glättende Grundlage wirkt. 

Da diese Partie durch Mimik stark beansprucht wird, rutscht das Make-up dort meist als erstes in Falten. Um das zu vermeiden, setzt die Visagistin auf ein Produkt, das mit Hyaluronsäure und Glycerin formuliert ist. Denn so wird die Haut von innen aufgepolstert, wodurch der Concealer sich gleichmäßiger verteilen lässt und sich weniger absetzt. Generell betont sie bei Foundation + Co. auf sehr leichte Formulierungen zu setzten, die nicht nur abdecken, sondern vor allem pflegen. Wer große Poren habe, könne einfach einen silikonhalten Primer auftragen, um eine glatte Unterfläche zu schaffen. Ein Primer wird nach der Hautpflege und vor der Foundation aufgetragen. 

2. Warm, nicht kühl

Wenn es um das Konturieren geht, setzt man eigentlich stets auf Nuancen, die einen kühlen Unterton haben. Denn man möchte ja einen natürlichen Schatten, zum Beispiel unterhalb der Wange, imitieren. Doch bei reifer Haut wirft Yasemin dieses Prinzip über Board:

Ich bronze lieber mit wärmeren Tönen, weil es das Gesicht strahlender und jünger aussehen lässt. Bei reifer Haut konturiere ich ungern mit grauen Tönen. 

Den cremigen Kontourstift trägt Yasemin auf Stirn, Wangen und Nase auf, um ein harmonisches Ergebnis zu schaffen. Sie verblendet zunächst mit einem Pinsel und nutzt dann noch einen Beauty-Schamm, um überschüssiges Produkt wegzunehmen.

3. Flüssig siegt!

«Bei reifer Haut ist es wichtig, mit einer flüssigen Textur zu arbeiten», sagt die Visagistin im Interview. Also: Kein Puder-Bronzer, sondern zum Beispiel Bronzing Drops, cremige Kontour-Stifte oder normale cream Bronzer im Pfännchen. All diese Schritte arbeitete Yasemin besonders gut in die Haut ein, damit auch bei viel Bewegung im Gesicht nicht in die Falten rutscht. Zudem fixiert sie das Make-up nicht typisch mit mattierenden Produkten:

Es ist wichtig bei älterer Haut nicht zu viel Puder zu verwenden.

Sie nutzt verschiedene Sprays, um das Ergebnis länger haltbar zu machen: Setting-Spray verbindet die Make-up-Schichten miteinander und sorgt für ein natürliches Finish. Fixing-Spray macht es wasserresistent und noch länger haltbar, weil nochmals mehr Filmbildner enthalten sind. Wenn Puder, dann nur in der T-Zone. 

4. Kein Schwarz

Bei reifer Haut arbeite ich oft mit braunen Tönen, ungern mit schwarz – das lässt die Person älter wirken.

Bei Kajal, Eyeliner, Lidschatten + Co. also lieber auf ein tiefes Braun setzten, das in der natürlichen Farbpalette enthalten ist, als auf seine härter wirkende Schwester. Auch braune Mascara ist eine tolle Wahl für ein natürliches Make-up!

 

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