Neue Studie: Diese 5 Esstypen begünstigen Übergewicht – erkennst du dich wieder?

Warum essen wir zu oft zu viel? Dieser Frage sind US-Forschende nachgegangen – und haben 5 Esstypen identifiziert, die Übergewicht begünstigen. 

Das warme Schokocroissant beim Bäcker, der schnelle Döner auf dem Heimweg, abends die Schoki zur Serie, hier und da eine Cola: Kein Wunder, dass wir zu dick sind. Laut Unicef sind weltweit erstmals mehr Kinder und Jugendliche über- als untergewichtig. In Deutschland wiegt jedes vierte Kind zu viel, bei den Erwachsenen ist es mehr als die Hälfte. Die Folgen: chronische Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Krebs.

Die Menschheit ist zu dick

Ein Grund für übermäßiges Essen ist die allgegenwärtige Präsenz und Vermarktung stark verarbeiteter und überzuckerter Lebensmittel – TV-Werbung und «Quengelware» (lustig designte Süßigkeiten, die uns an der Supermarktschlange anstarren) sind nur zwei Beispiele für die Verführungskünste der Lebensmittelindustrie. 

Doch was verleitet uns außerdem dazu, immer wieder zuzugreifen, obwohl wir doch gesund und schlank sein wollen? Und warum scheitern langfristig fast all unsere Bemühungen, abzunehmen und ein gesundes Gewicht zu halten? Dass wir häufig nicht essen, weil wir Hunger haben, sondern um unsere Gefühle zu regulieren (Süßes bei Liebeskummer oder Stress), ist schon länger bekannt, Stichwort: emotionales Essen. Doch ist das alles? Dieser Frage sind Forschende in den USA nachgegangen, um ein differenziertes Verständnis von menschlichem Essverhalten zu erlangen, das zu Fettleibigkeit führt.

Unbewusste Gewohnheiten erkennen 

«Übermäßiges Essen ist ein wesentlicher Faktor für Fettleibigkeit, doch die meisten Behandlungsmethoden übersehen die unbewussten Gewohnheiten, die dazu führen».

Das sagt Nabil Alshurafa, Professor für Präventivmedizin und Informatik an der «Northwestern University» in Chicago. Gemeinsam mit seinem Team hat er das Essverhalten von 60 übergewichtigen Erwachsenen 14 Tage lang minutiös mit elektronischen Tools getrackt – etwa, in welchen Situationen sie zugriffen, wie schnell sie aßen, wie oft sie kauten, ob sie selbst kochten, Fast Food zu sich nahmen, allein oder in Gesellschaft aßen. Im Anschluss wurden aus den Daten fünf Esstypen extrahiert. 

Die detaillierten Daten der Studie und die daraus resultierenden Esstypen sollen Licht in das Zusammenspiel von psychologischen, verhaltensbezogenen und sozialen Faktoren bringen, die zu Überernährung führen. Darin sehen die Forschenden Potenzial für neue Ansätze im Kampf gegen die Adipositas-Krise. Auf Basis der Ergebnisse sollen nun personalisierte Maßnahmen und Tools gegen Übergewicht entwickelt werden – wie Smartwatches, die uns auf frischer Tat ertappen, wenn wir uns eine Handvoll Gummibärchen in den Mund stecken …

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