Zeige-, Mittel- oder Ringfinger?: Wo du deinen Ring trägst, verrät mehr über dich als du denkst

Ringe am Daumen, Mittel- und Ringfinger: Noch nie war Ring-Stocking so beliebt wie heute. Aber wusstest du, dass die Wahl des Fingers unterschiedlichste Bedeutungen haben kann? 

Trägt eine Person am Ringfinger ein goldenes Band, geht man davon aus, dass sie verheiratet ist. Denn das ist ein gesellschaftliches Symbol, eine Bedeutung, die wir diesem Finger gegeben haben. Aber wie verhält es sich mit den anderen Fingern der Hand? Welche Bedeutungen haben sie, wenn wir den Ring dort tragen? 

 

Daumen, Mittel- oder Ringfinger: Die historische Bedeutung unserer Ring-Platzierung

Daumen, Mittel- oder Ringfinger? Zeig mir deine Ringe und ich sage dir, wer du bist – oder so ähnlich: An diesem Satz ist mehr dran, als gedacht. Ringe sind weitaus mehr als Zierelemente und konnten zum Beispiel in der Antike oder am Königshof Aufschlüsse über deinen Status geben. Heutzutage ist nur noch die Bedeutung des Ringfingers bekannt, doch fangen wir erst einmal beim ersten Finger an, dem Daumen. 

1. Der Daumen steht für Macht 

Der Daumen ist der isolierteste und breiteste Finger einer Hand. Ringe für den Daumen sind demnach in den seltensten Fällen klein und dezent, sondern meist ein dickes, fettes Statement. Der Daumenring kann somit als Symbol für mutige Entscheidungen gesehen werden und wurde früher größtenteils von Kriegern oder Adeligen getragen. Als Entwicklung dafür kann der Daumenschützer aus Leder oder Horn von Bogenschützen gesehen werden, der sich später zu einem Ring wandelte, der einen gewissen Rang bei Hofe implizierte. Auch heute noch sind Designs für den Daumen Eyecatcher-Pieces. 

2. Der Zeigefinger gibt die Richtung vor

Der Zeigefinger steht fürs Tadeln, Melden oder, um jemandem etwas zu zeigen. Es ist ein Finger mit Macht, Entscheidungswillen und Richtung. Tugenden, die man auch der Ringwahl zuordnet. Personen, die ihren Ring am Zeigefinger tragen, sind selbstbewusst, zielstrebig und strahlen Führungsstärke aus. 

3. Der Mittelfinger, der Individualist 

Dem Mittelfinger wird weder eine besondere historische noch symbolische Geschichte zugesagt. Einen Ring an diesem Finger zu tragen, ist eine reine Wahl des Geschmacks und verrät deine individuelle Vorliebe. Vor allem Personen mit mehreren Ringen an einer Hand, dem sogenannten Ring-Stocking, greifen auf den längsten Finger einer Hand zurück. 

4. Liebe oder Kirche? Die interessante Geschichte des Ringfingers

Kaum ein Finger hat so viel Bedeutung, wie der Ringfinger. Heutzutage ist es der Finger, an dem wir unsere Verlobungs- und Eheringe tragen, doch auch für die katholische Kirche spielt der Finger eine wichtige Rolle. In der christlichen Tradition galt die rechte Hand lange als die «Ehrenhand» und stand für Macht, Segen und göttliche Autorität. Ein Grund, warum der päpstliche Fischerring in der Regel rechts am Ringfinger getragen wird – eine Tradition, die schon Bischöfe prägten. Den Ring an der linken Hand zu tragen, hat noch einen älteren Brauch. Die alte Vorstellung der «Vena amoris» besagte, dass eine Ader direkt vom Herzen zum Ringfinger führen würde. Eine Theorie, die bis heute Eheleute leitet bei der Entscheidung, wo sie ihren Ehering tragen werden. 

5. Der kleine Ring zeigt deine Herkunft

Bei Königsfamilien und Adelsfamilien waren Ringe oft keine reine Zierde, sondern Zeichen von Rang, Abstammung und Amt. Siegelringe zeigten, woher man stammte. Am Hofe hatte es sich so etabliert, dass Siegelringe am kleinen Finger getragen wurden, da sie dort beim Unterschreiben und Siegeln praktisch waren. Auch heute noch werden massive Siegelringe aus Gold meist an dem kleinsten Finger der Hand getragen. 

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