5 überraschende Erkenntnisse von Longevity-Expertin Nina Ruge, wie wir wirklich gesund alt werden.
1: Fakten von Fake unterscheiden
Als Bullshit-Filter bezeichnet sich Nina Ruge selbst mit ihren Büchern, ihrem Podcast und dem Instagram-Account – als Instanz also, Fake von Fakten zu unterscheiden. Weil sie es unerträglich findet, was in den sozialen Medien so alles angepriesen wird, obwohl es teuer, nutzlos, zum Teil sogar schädlich ist. Am glaubwürdigsten seien systematische Reviews und Metaanalysen, dann kämen randomisierte klinische Studien – und zwar am Menschen. Vorsicht geboten sei auch bei übertrieben klingenden Versprechen wie: «Das Biohacking-Wunder».
2: Wir werden keine 120
Auch wenn das viele Bio-Hacker und Longevity-Unternehmer wie Bryan Johnson behaupten. Nina Ruges Einsicht: «Für die Babys, die heute geboren werden, sind noch nicht mal 100 Jahre drin.» Aber die Gesundheitsspanne, also die Jahre, die wir fit leben, die können wir mit Prävention und guter Diagnostik auch heute schon verlängern – um nicht, wie laut Statistik aktuell, die letzten elf Lebensjahre krank zu verbringen.
3: Proteine fasten statt in Massen essen
Nina Ruge sieht den aktuellen Protein-Hype kritisch. Mehr Fleisch? Lieber nicht: Rotes Fleisch könne das Krebsrisiko erhöhen, Geflügel den Cholesterinspiegel, beides enthalte außerdem keine Ballaststoffe. Ruges Lösung: Proteinfasten! Heißt: nur eine große Portion am Tag, denn Aminosäuren, also die Bestandteile der Proteine, regen das Zellwachstum an – auch das der Krebszellen. Durch das Proteinfasten bekämen die Zellen genug Zeit für Regeneration und Reparatur.

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4: Longevity beginnt im Mund
Bei Parodontitis siedeln sich Bakterien im Mund an – und können chronische Entzündungen auslösen, was das Immunsystem schwächt und Krankheiten wie Herzinfarkte, Diabetes und Alzheimer befördern kann. Ruges Tipps: Zahnseide, Ölziehen, Zungeschaben und Fluoridgel.
5: Auch die Seele muss stark sein
Bei Healthy Longevity wird viel über den Körper gesprochen, aber auch die Seele spielt eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit. Ruge nennt diese vier psychosozialen Faktoren des gesunden Alterns, die in Studien belegt sind:
- Sinn als Schutzfaktor für die Seele
- Positive Emotionen
- Soziale Bindungen
- Resilienz, mentale Widerstandsfähigkeit
Psychosoziale Faktoren seien das Zentrum der Kennzeichen des Alters – der sogenannten «Hallmarks of Aging».
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