Fotoprojekt: 6 Frauen erzählen, was sie vom Leben gelernt haben

Die Fotografin Ingrid Blessing hat für ihren Bildband «Spätschicht – Gesichter einer Generation» 29 Frauen porträtiert, die in den 1930er -und 1940er Jahren geboren wurden. Sie erzählen von Widerstandskraft, unerschütterlichem Humor und der Weigerung, sich vom Leben unterkriegen zu lassen. Diese Frauen haben gelernt, mit Brüchen zu leben – und sich immer wieder neu zu erfinden. BRIGITTE stellt sechs von ihnen vor. 

Der Internationale Tag der älteren Menschen wurde am 1. Oktober 1990 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, und sein Anliegen ist aktueller denn je: älteren Menschen Sichtbarkeit zu geben und den Austausch zwischen den Generationen zu fördern. Genau das schafft die Bonner Fotografin Ingrid Blessing mit ihrem Bild- und Erzählband «Spätschicht – Gesichter einer Generation». Dabei hat sie sich die Frage gestellt: Was wissen wir eigentlich über die Menschen, die vor uns gelebt haben – und vor allem über das Leben unserer Mütter und Großmütter, bevor wir darin vorkamen? Dafür ist sie mit 29 Frauen ins Gespräch über ihre Lebensgeschichten gekommen und hat sie mit ihrer Kamera porträtiert. 

Diese Frauen der Nachkriegsgeneration haben vieles bewegt, ohne dafür besonders viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Dabei haben sie entscheidend daran mitgewirkt, wie unser Leben heute aussieht. Sie haben uns den Weg geebnet in eine Welt, in der vieles selbstverständlich ist, für das sie noch kämpfen mussten: Bildung und Beruf, finanzielle Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und die Freiheit, unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen zu gestalten. 

Was diese Frauen erlebt und gelernt haben, verschwindet nicht nur irgendwann mit ihnen – es geht verloren. Blessing hat nachgefragt und erhält mit ihrem Buch diese beeindruckenden Geschichten über das Älterwerden. Und darüber, was wir voneinander lernen können. 
 

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