In unserer Beauty-Sprechstunde widmen wir uns den häufigsten Fragen, die in der BRIGITTE-Community aufkommen. Anliegen der Stunde: «Was kann man bei einem fahlen Teint machen?«. Eine Redakteurin hat die Antwort darauf.
Das Teenager-Ich hatte Dr. Sommer, das Erwachsenen-Ich bekommt Dr. Beauty! Denn nur weil wir nicht mehr mitten in der Pubertät – sondern eher der zweiten Pubertät – stehen, die Eins vorn verloren haben und mittlerweile eigenverantwortliche Frauen sind, hört die Neugierde natürlich längst nicht auf. Und die kleinen Problemchen leider auch nicht! Statt Knutschfleck & Co. beschäftigen viele jetzt Erwachsenen-Akne, fahle Haut und Falten, die sich immer weiter statisch in die Stirn graben wollen. Du fühlst dich gerade angesprochen? Prima, denn genau dafür ist die BRIGITTE-Beauty-Sprechstunde da. Die Community schickt uns eine Frage, wir antworten – und teilen unser Wissen im Nachgang auch im großen Kreis, damit alle profitieren. Ein Thema, das uns diese Woche erreicht hat: «Was kann ich bei fahler Haut machen?». Aufgepasst …
Fehlender Glow: Das kannst du machen
Strahlend schöne, geglättete Haut, die lebendig aussieht – wer wünscht sich das nicht für seinen Teint? Nur: Mit den Jahren und durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlung und Umweltbelastung verliert die Haut zunehmend an Elastizität. Erste Anzeichen zeigen sich in Form von Trockenheit, feinen Linien und einem fahlen Teint. Das kennen offenbar auch unsere Leser:innen, wie eine Frage an unser BRIGITTE-Postfach zeigt. Doch du kannst gegensteuern: Mit gezielten Anwendungen lässt sich die Haut sichtbar stärken – für einen frischen, ebenmäßigen Teint, mehr Spannkraft und einen natürlich aussehenden Glow. Egal, in welchem Alter!
Redakteurin verrät: Eine gestärkte Hautbarriere ist der Schlüssel
Dass es der Haut an Glow fehlt, kann an zwei Faktoren liegen: einer geschwächten Hautbarriere und fehlendem Peeling innerhalb der Routine. Gerade die Hautbarriere macht uns nämlich oft einen Strich durch die Strahle-Rechnung und wird gerne mal unter- beziehungsweise unterschätzt. Denn zu viel aggressive Säure, verschiedene Produkte und Routinenwechsel können den Schutzmantel der Haut angreifen. Das kennen selbst Profis aus der BRIGITTE-Redaktion, wie unser Team-Mitglied Julika, nur zu gut. Das beste Mittel dagegen: Die Routine bewusst herunterfahren und auf cleveres Skin-Cycling statt volle Power setzen.
Während morgens alles im Zeichen von supermilder Unterstützung der Barriere stehen sollte, darf am Abend in regelmäßigen Abständen auch mal eine Säure oder Retinol auf die Haut. Wichtig: Jeden Tag nur maximal einen aktiven Wirkstoff – und erst am nächsten Tag einen anderen. So bekommt der Teint seine Treatments, wird aber weniger überfordert.
Das ist der BRIGITTE-Tipp für strahlende Haut
Die Morgenroutine
In der Beauty-Profi-Community ist der Cleanser am Morgen ein stark umstrittenes Thema. Manche Frauen reinigen ihr Gesicht in der Früh gerne mit einem Cleanser. Ein Muss ist das aber nicht unbedingt. Auch lauwarmes Wasser allein kann ausreichend sein. Denn: Wenn die Abendroutine stimmt, ist am nächsten Morgen nichts da, was man bereinigen müsste. Mache am besten den Test – wie fühlt sich deine Haut an, wenn du sie morgen mit dem Cleanser wäschst? Trocken? Gereizt? Ganz normal? Viele profitieren – wenn der Bedarf dafür da ist – von einem milden, wasserbasierten Cleanser, der nicht schäumt. Zu viel Schaum kann die Haut reizen. Im Anschluss kannst du auf ein barrierestärkendes Calming-Serum und eine leichte Feuchtigkeitslotion setzen.
Die Abendroutine
Nachdem am Morgen Feuchtigkeit und Beruhigung der Haut im Fokus standen, wäre abends die Zeit, an aktive Inhaltsstoffe zu gehen. Um die Haut hier nicht zu überfordern, ihr aber dennoch viel Glow zu geben, empfehlen wir Skin Cycling. Am besten unterteilst du deine Woche in vier Tage: Exfoliation, Treatment, Hydratisierung, Hydratisierung (und wieder von vorn).
Tag 1: Peeling
Am Morgen war der Cleanser zwar nur eine Option, am Abend ist er ein Muss – und zwar doppelt. Die Redaktion schwört auf Double-Cleansing mit einem Öl-Reiniger und dem Wasser-Reiniger aus der Früh im Anschluss. Nach der Abreinigung folgt am ersten Tag ein exfolierender Toner, der möglichst sanft ist. Danach sollte ein sehr feuchtigkeitsspendendes und barriereunterstützendes Serum aufgetragen werden. Der letzte Schritt ist Öl oder eine Creme, beides braucht es nicht.
Tag 2: Aktive Stoffe
Am zweiten Tag der Routine folgt nach dem Double Cleansing ein Retinoidoder eine Azelainsäure. Beides regt die Erneuerung der Zellen an. Hier sollte man ganz mild starten. Beim Retinoid empfehlen wir eine Dosierung von 0,05 Prozent Retinal, bei Azelainsäure nichts über 10 Prozent.
Tag 3 + Tag 4: Feuchtigkeit
Nach zwei Tagen Power-Wirkstoffen freut sich vor allem empfindliche Haut über den reinen Feuchtigkeitsfokus, um ihren Glow auch wirklich halten zu können. Hier kannst du es simpel halten: Neben deiner Double-Cleansing-Methode und der Creme kannst du im Zwischenschritt noch einen Toner, der auf Feuchtigkeit basiert, ergänzen. Du wirst sehen, die zwei milden Abende geben der Barriere schnell wieder Kraft und die Routine von Tag eins und zwei wird noch effektiver. Wenn sich der Zyklus etabliert hat, kannst du gerne auf einen «Feuchtigkeitstag» reduzieren und nach drei Tagen wieder vorn anfangen.
Wenn du dir eine Sache merken solltest – dann diese
Ein Merksatz, den du dir für mehr Glow definitiv in jedem Fall merken kannst: Die Haut braucht bis zu 8 Wochen, um sich wirklich an eine Routine und neue Produkte zu gewöhnen. Solltest du etwas nicht vertragen und die Haut sich dauerhaft röten, jucken und brennen – auf jeden Fall absetzen. Ansonsten empfiehlt es sich, die Routine und neue Produkte erst einmal länger zu integrieren, damit die Barriere durch das viele Wechseln nicht geschwächt wird. Let’s G(l)ow!
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