Die WHO hat den Europäischen Kodex gegen Krebs aktualisiert. Dabei handelt es sich um die Sammlung von Handlungsempfehlungen zur wirksamen Krebsprävention. In der jetzigen fünften Auflage werden erstmals auch politische Entscheidungsträger in die Pflicht genommen.
Mehr als eine halbe Million Deutsche erhalten Jahr für Jahr eine Krebsdiagnose «Zwei von fünf dieser Erkrankungen wären durch gesundheitsbewusstes Verhalten vermeidbar gewesen», erklärt Prof. Dr. Michael Baumann, Vorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Eine enorme Zahl! Das bedeutet: «Viele der Schicksale könnten durch Prävention und Früherkennung verhindert oder deutlich abgemildert werden», so der Radioonkologe weiter.
Die 14 statt bislang 12 Empfehlungen basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Einfluss von persönlichen Verhaltensfaktoren, aber auch Umweltfaktoren und medizinischen Möglichkeiten. Natürlich gibt es auch Gründe, die wir nicht beeinflussen können, zum Beispiel genetische. Und eine gesunde Lebensführung bedeutet leider auch keine Garantie, ein Leben lang krebsfrei zu bleiben. Diese Handlungsempfehlungen sind eine Einladung. Denn nur wenn wir die Gefahren kennen, können wir uns dafür entscheiden und aktiv dazu beitragen, das Erkrankungsrisiko zu minimieren.
Quelle: .



