15-Minuten-Methode: Wie du mit "Imagineering" deine Ziele erreichen kannst

Kreativität können wir lernen und trainieren – zum Beispiel mit der psychologischen Technik «Imagineering», die uns mit einer simplen Übung helfen soll, Lösungen zu finden und Ziele zu erreichen.

Wer bei «Imagineering» sofort an den Beatles-Song «Imagine» denkt, liegt nicht völlig falsch. Denn letztlich geht es auch bei der psychologischen Methode darum, unsere Vorstellungskraft für eine bessere Welt zu nutzen.

Tatsächlich geht die Technik aber auf Walt Disney zurück, «Imagineering» ist eine Wortneuschöpfung aus den Wörtern «imagine», also «vorstellen», und «Engineering», also «Ingenieurswesen». Einer seiner Mitarbeiter soll über Disney gesagt haben, dass man nie wisse, wen man bei einem Termin mit dem Chef antreffen werde: den Träumer, den Realist oder den Spielverderber.

Und genau bei dieser Beschreibung setzt das «Imagineering» an. Es orientiert sich in einer simplen Übung an den drei Phasen Träumer, Realist und Spielverderber – das Ganze soll nicht länger als 15 Minuten dauern. So kannst du selbst zum «Imagineer» werden:

«Imagineering»: Realistisch deine Ziele erreichen in 3 Schritten

1. Der Träumer

Wir starten mit dem Träumer, für den es absolut keine Grenzen gibt. Überlege dir an dieser Stelle völlig ohne Einschränkungen, was deine Wünsche und Ziele sind. Sie müssen nicht realistisch oder machbar sein – diese Phase ist nur dafür da, deiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Du möchtest eine Farm in Neuseeland oder einen Jetski-Verleih in Indonesien betreiben? Oder Bundespräsidentin werden? Super! Schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt.

2. Der Realist

Im zweiten Schritt nimmst du die Rolle des Realisten ein. Du gehst weiterhin davon aus, dass deine Ziele erreichbar sind. Allerdings denkst du nun in kleineren Schritten und überlegst dir, welche einzelnen Maßnahmen tatsächlich notwendig sind, um deine Pläne umzusetzen. Was musst du konkret tun, um deine Farm zu kaufen oder deinen Jetski-Verleih? Welche Voraussetzungen musst du als Bundespräsidentin erfüllen?

3. Der Spielverderber

Nun kommt der Spielverderber. Der macht seinem Namen alle Ehre und hinterfragt alles, was du dir in den ersten beiden Schritten überlegt hast. Es ist alles andere als leicht, mit einer Farm in Neuseeland Fuß zu fassen, und die indonesischen Behörden könnten dir bei deinem Jetski-Verleih Steine in den Weg legen. Hast du überhaupt das Zeug zur Bundespräsidentin? Diese Phase ist nicht dafür da, dich zu entmutigen, sondern dich realistisch damit zu befassen, welche Hindernisse und Hürden auf dich zukommen – und was du tun musst, um sie aus dem Weg zu räumen.

Das Ziel ist es, mithilfe dieser drei verschiedenen Perspektiven ein Ziel oder ein Projekt wirklich aus allen Blickwinkeln zu betrachten. So können wir gleichzeitig konsequent auf unser Ziel hinarbeiten und neue Verknüpfungen und Ideen entwickeln, die uns sonst womöglich verborgen geblieben wären.

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