Verletzt zu werden gehört zum Leben dazu. Aber wie zeigen sich unsere Wunden eigentlich? Sechs typische Verhaltensweisen, die wir uns aneignen, wenn wir verletzt wurden.
Nahezu jedem Menschen wird früher oder später das Herz gebrochen. Das Leben tut manchmal eben weh. Wer sich hingibt, öffnet, liebt, macht sich verletzlich – doch das ist es in der Regel wert. Auch wenn tiefer Schmerz selten spurlos bleibt.
Anzeichen, dass du schon sehr verletzt wurdest
1. Du wehrst dich gegen Hoffnung
Im Grunde ist Hoffnung etwas Großartiges: Sie gibt uns Kraft und macht Mut und davon kann man nie genug haben. Allerdings birgt sie stets das Risiko der Enttäuschung – und das erscheint dir, wenn du schon zu oft enttäuscht wurdest, wahrscheinlich als sehr groß und mit Sicherheit nicht wert, es einzugehen. Problem: So ganz ohne Hoffnung ist das Leben hart bis eventuell unmöglich.
2. Du glaubst nicht an die Liebe
Vielleicht flirtest du, sogar gerne und viel. Wenn es passt, bist du auch zu einer Beziehung bereit. Aber wahre Liebe? Gibt es deiner Meinung nach nicht. Weil du einfach die Erfahrung gemacht hast: Jeder ist sich selbst der Nächste und wenn es hart auf hart kommt, steht man alleine da.
3. Du verlässt dich nicht auf andere
Deine Erfahrung gibt dir nur bedingt Grund, anderen zu vertrauen oder dich auf sie zu verlassen. Es ist eine gute Schutzmaßnahme, misstrauisch und skeptisch zu sein und sich möglichst unabhängig zu machen. Doch niemand kann immer alles allein. Und es gibt stets zahlreiche Menschen, die es gut mit uns meinen. Wir müssen sie nur finden.
4. Du gibst in der Regel nur eine Chance
Wenn dich jemand enttäuscht, ist die Sache für dich erledigt. Vielleicht, weil du oft genug zweite Chancen gegeben hast, die nicht genutzt wurden? Kleiner Tipp: Nicht von einem Menschen auf alle schließen. Und: Ein paar mehr Chancen dürfen es schon sein.
5. Du verrätst deine Ideale
Ghosting, Benching, Rücksichtslosigkeit – klar findest du das doof, aber es machen ja alle. Also wieso solltest du dich immer bemühen und die Gute sein? Du hast mittlerweile gelernt, dein Gewissen gelegentlich zu ignorieren – um dich anzupassen. Dabei würdest du vielleicht weniger anderen einen Gefallen tun, wenn du es trotzdem nicht tätest, sondern dir.
6. Du bist nicht mehr so emotional wie früher
Zugegeben, wir sind als Erwachsene typischerweise weniger ausgelassen und emotional als als Kinder. Aber wer die eigenen Gefühle verstehen und damit umgehen kann, weint im Kino, ist von romantischen Gesten gerührt und empfindet Mitgefühl mit anderen. Es sei denn, du verbindest mit Emotionen in erster Linie Leid und Schmerz – dann wirst du entsprechende Filme eher kitschig und rührselig finden, Romantik albern und dir öfter mal sagen: «Tja traurig! Aber was gehen mich die anderen an?» Auch hier ist die Frage: Ist es der Schutz vor Verletzung wirklich wert, auf Gefühle zu verzichten?
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